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  Salzbude:  Ratsbude.
 



Die Schalentiner Mühle - Ansichtskarte um 1914

Schalentiner Mühle: Eine zum früheren Parchimer Kämmereigebiet gehörige Wassermühle. im Tal eines Baches an der Chaussee kurz vor Rom. Die Mühle kommt schon , zusammen mit einem seit langem wüsten Dorf, in der Mitte des 14. Jahrhunderts in den Besitz der Stadt. Sie besteht bis 1945 als Mühle und Gastwirtschaft "Zum kühlem Grunde". In einer früheren Broschüre wird auf eine uralte Eiche im Garten dieser Wirtschaft hingewiesen.
  Scharfrichter und Frohner: Baadestraße.
 



Straße mit Scheunen - Ansichtskarte um 1930

Scheunen: Außerhalb der Stadtmauer gibt es früher mehrere Scheunenviertel. Diese sind auf einer Feld-karte, die 1725 von J. H. Wippert angefertigt wird, zum Beispiel in der Gegend des heutigen Alten Friedhofes und der jetzigen Fritz-Reuter-Straße zu erkennen. (In Darstellungen der Stadt aus dem 18. und 19. Jahrhundert, die sonst viele Einzelheiten enthalten, werden die Gegenden mit den Scheunen immer ausgespart.) In diesen Vierteln hat es im Laufe der Jahrhunderte oft gebrannt, und dabei werden viele

  Scheunen mit dem darin gelagerten Erntegut vernichtet. So berichtet ein Tagebuchschreiber aus der Zeit vom September 1895 bis zum August 1896 von folgenden Scheunenbränden: zehn Scheunen vor dem Neuen Tor, neun Scheunen hinter der Offiziersmesse, sieben Scheunen am Stolper Weg, eine Scheune bei der Schweinsbrücke und fünf Scheunen bei der Lübzer Chaussee. Die Scheunen werden meistens wieder aufgebaut, Vor etwa drei Jahrzehnten sind u.a. der Ostring und die Ziegen-dorfer Chaussee noch hauptsächlich mit Scheunen bebaute Straßen.
  Schießhalle: Festplatz im Buchholz.
  Schilfrohr: Das Schilfrohr ist früher ein zu vielen Zwecken verwendetes Material. Es wird u.a. zu geflochtenen Matten verarbeitet und als Weberspulen gebraucht, die jungen Triebe werden als Viehfutter verwendet; hauptsächlich jedoch wird das Rohr - wie auch heute noch - zum Dach-decken eingesetzt. So wird in der Parchimschen Schultzen- und Bauer-Ordnung von 1730 gefordert: "Daß da Rohr Werbung vorhanden, woll damit ümbgegangen, und zu rechter Zeit es geworben werde." Das Schilfrohr, das in dem Parchimer Wallgraben wächst, gehört seinerzeit dem Stadtkämmerer.
 

Der Parchimer Schlachthof
- Ansichtskarte um 1900
Schindgrube: Fronerei.

Schlachthof: Der hiesige Schlachthof am Westufer des Wockersees wird 1896 in Betrieb genommen; das ist zu dieser Zeit schon fast überfällig, denn viele andere mecklenburgische Städte besitzen schon eine derartige Einrichtung . In den über 100 Jahren seines Bestehens erfüllt dieser Betrieb - nach vielen Erweiterungs- und Modernisierungsbauten - auch heute die Anforderungen, die an einen Schlachthof gestellt werden.
 

Bauarbeiten an der Schleusenanlage 1937
Schleuse: Die Elde ist für Parchim von Anfang an - bis etwa zur Mitte unseres Jahrhunderts - ein wichtiger Frachtverkehrsweg. Im Laufe der Jahrhunderte werden mit der Regulierung des Flußbettes und dem Einbau von Schleusen Arbeiten durchgeführt, um für den Verkehr auf dem Wasser bessere Bedingungen zu schaffen. So berichtet schon 1670 M. Cordesius in seiner Parchimer Chronik: "Dabey sich eine Schleusse findet/ sozu Beforderung der Schiffahrt in der Elda erbauet ist." Über dem nördlichen Eingang zum Fuß-gängertunnel bei der hiesigen Schleuse sind sechs
  Jahreszahlen aus den letzten drei Jahrhunderten eingemeißelt, in denen hier an der Schleuse, der Brücke oder dem Verlauf der Wasserstraße gearbeitet wurde; dabei ist die Elderegulierung von 1831 nicht mit angezeigt. Im Zuge der letzten Regulierung der Wasserstraße 1937 entsteht die heutige Brücke, und die Schleuse wird vom Unterlauf der Brücke zum Oberlauf verlegt. Die Begrenzung der alten Schleusenkammer, behauene Feldsteine, sind noch im gemauerten Westufer des Wasserlaufes zu sehen. Über das galgenartige obere neue Schleusentor kommt es damals zu Meinungsverschiedenheiten, weil dadurch die Sicht auf den Sonnenberg gestört wird. Fußgängertunnel     Stadtgraben 
  Schokoladenüberzogenen Halbkugeln aus Zuckerschaum: Die mit Schokolade überzogenen Halbkugeln aus Zuckerschaum, im Volksmund "Negerküsse" genannt, stammen ursprünglich für unser weites Umland wohl aus Parchim. Sie werden wahrscheinlich erstmals etwa um 1930 von der Firma Münster in der Bleicherstraße Nr. 10 hergestellt. Man kann seinerzeit hier auch für wenig Geld den "Bruch", d.h. nicht vollwertige Ware, bekommen. Die Firma Münster ist nach 1945 in die hiesige Konservenfabrik aufgegangen.
 

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