Neubaugebiet Weststadt: In den Jahren seit 1967 wird auf dem Gebiet westlich der Stadt von der Ludwigsluster Chaussee (B 191) bis beiderseits der Ziegendorfer Chaussee (Landesstr. 083) ein neues Wohngebiet mit meistens fünfgeschossigen Wohnblocks errichtet. Es entstehen auch Nachfolgeeinrichtungen wie Schulen, Kindergärten, usw. Besonders in der Zeit seit 1990 werden in dieser Gegend auch mehrere Einkaufsmärkte mit einem reichhaltigen Angebot auf fast allen Gebieten und Dienstleistungsbetriebe für viele Bedürfnisse aufgebaut. Die Wohnungen hier werden nacheinander modernisiert und das Umfeld wird neu gestaltet. Gegenwärtig leben in diesem Wohngebiet etwa 8000 Einwohner.
 



Grabung Scharcyn
- freigelegter Abschnitt der einstigen Wallanlage

Neuburg: Wenn man die Stadt auf der Meyenburger Straße verläßt, kommt unmittelbar nach der Brücke über die Elde zum früheren Parchimer Kämmereigut Neuburg (heute Ortsteil von Siggelkow). Von einem Hopfenhof bei Nygenborch wird schon 1451 berichtet. In dieser Gegend hat es vermutlich zu damaliger Zeit auch eine Burganlage gegeben. Die Feldmark von Neuburg gehört wohl früher zu dem untergegangenen Dorf Scharzin. In der Nähe befindet sich eine bedeutende archäologische Grabungsstätte, bei der bisher schon große Teile einer mit einem Wall
  gesicherten jungslawischen Siedlung freigelegt werden. Hierbei handelt es sich offensichtlich um das 1369 urkundlich erwähnte Dorf Scharcyn. 
  Neue Mauerstraße: Die Neue Mauerstraße entsteht nach der Alten Mauerstraße. In einem Stadtplan von 1864 sind in diesem Bereich erst einzelne Häuser eingezeichnet; im Wohnungs-anzeiger von 1873 sind hier dann schon 60 Häuser angegeben. Aber die vollständige Bebauung der Straße erfolgt erst anfangs unseres Jahrhunderts. Die Neue Mauerstraße verläuft von der Wocker-straße bis zur Langen Brücke entlang der früheren Stadtmauer. Die Häuser auf der nördlichen Straßenseite beziehen teilweise Reste vom Material der Stadtmauer in die Rückwände der Grundstücke ein.
 



Die Kapelle auf dem Neuen Friedhof - Ansichtskarte um 1925

Neuer Friedhof: Im März 1921 beschließen die Stadtverordneten, auf dem Eichberg einen neuen
Gemeindefriedhof einzurichten. (Der Friedhof an der Wallallee ist überbelegt und kann wegen der Boden-verhältnisse nicht mehr erweitert werden.) Der Eich-berg ist eine längliche Erhebung am östlichen Ufer des Wockersees. Der Parchimer Regierungsbaumeister W. Cords arbeitet die Pläne für die Anlage des Fried-hofes aus. Auf der höchsten Stelle des Eichberges wird die Friedhofskapelle, ein Ziegelrohbau, errichtet. Vom Haupteingang, der an der Lübzer Chaussee

  (B191) liegt, führt ein etwa 150 Meter langer ansteigender Weg zur Kapelle. Ein anderer Weg zum Friedhof verläuft am Krankenhaus vorbei durch eine Kleingartenanlage. Am Anfang dieses Weges sieht man nach einer kleinen Rechtsbiegung die Kapelle hervorragen, die man dann über eine Treppenanlage erreicht. Der Friedhof wird am 3. März 1922 mit der ersten Beerdigung eingeweiht. Die ursprünglich drei Hektar große Fläche muß im Laufe der Jahre mehrmals erweitert werden. Auf dem Friedhof befinden sich auch Gedenkplätze für die hier begrabenen Toten des Zweiten Welt-krieges, für die Antifaschisten, für den verwüsteten jüdischen Friedhof am Wockersee und für die in Parchim verstorbenen Angehörigen der Sowjetarmee. Durch die Gestaltung der einzelnen Gräber-felder und den vielfältigen Baumbestand ist der Neue Friedhof eine eindrucksvolle Anlage. Eichberg 
  Neuer Markt: Der Markt der Neustadt Parchim wird schon 1282 in der Urkunde über die Vereinigung von Alt- und Neustadt Parchim erwähnt. Es heißt hier, daß das Gericht in foro autem nove civitatis (aber auf dem Markt der Neustadt) gehalten werden soll.
  Neuhofer Weiche und Neuhof: Seit 1992 die Benennung einer Straße im Gewerbegebiet Möderitzer Weg. Die Anschrift Neuhofer Weiche kommt in den Adreßbüchern aber schon seit 1921 für die Bewohner des Bahnwärterhauses an der Schweriner Chaussee vor. Diese Bezeich-nung weist auf eine Gleisanlage der Eisenbahn in dieser Gegend hin. Die Chaussee erreicht als erste Ortschaft das ehemalige ritterschaftliche Gut Neuhof. Nach 1945 wird Neuhof ein Ortsteil von Parchim.
  Neues Tor: Der westliche Zugang zur Stadt, der in die Neustadt führt, wird schon 1354 als nova valva erwähnt; später ist hier dann vom nygedor die Rede. Dieses Tor ist damals, wie die anderen Stadttore, ein Doppeltor, dessen Torbauten hier seinerzeit auf beiden Seiten des Stadtgrabens stehen. Das äußere Tor muß um1833 einer Elderegulierung weichen, und das Innentor wird 1838 auf Abbruch verkauft. Da aber damals an den Eingängen zur Stadt noch die Akzise erhoben wird, muß hier nun eine eiserne Gitterpforte den Zugang versperren.    Kreuztor
  Neues Torvorstadt: Eine Bebauung der Gegend vor dem Neuen Tor beginnt erst nach der Ein-richtung des Bahnhofes 1880. Nach der Jahrhundertwende entstehen hier dann Wohnhäuser und Fabriken im größeren Umfang. Mit dem Aufbau des Neubaugebietes Weststadt wohnen in dieser Vorstadt fast die Hälfte aller Parchimer.   Kreuztorvorstadt
  Neuklockow: Im Jahre 1891 gründet die Stadt auf der Feldmark des im 14. Jahrhundert aufge-kauften und dann gelegten Dorfes Klokow die Häuslerkolonie Neu Klockow. Diese Ortschaft wird Anfang der 20er Jahre in Parchim eingemeindet.
  Neustadt Parchim: Um 1240 wird auf dem linken Eldeufer die Neustadt Parchim gegründet. Im Gegensatz zur alten Stadt auf dem anderen Eldeufer handelt es sich hier um eine planmäßige Anlage "aus frischer Wurzel" durch den Landesherren Pribislaw II. Davon zeugt das annähernd recht-winkelige Straßennetz Die Lange Straße, die Mühlenstraße und die Straße Auf dem Broock ver-laufen parallel zueinander; sie werden durch quer verlaufende Straßen verbunden. Etwa im Mittel-punkt der Gesamtanlage steht die Kirche und daneben befindet sich der Marktplatz. Dieses alles ist heute noch gut zu erkennen. Die alte und die neue Stadt Parchim unterstehen in den 60er und 70er Jahren des 13. Jahrhunderts zeitweise verschiedenen Gebietern. Denn die neuen Landesherren, die Grafen von Schwerin, verkaufen Burg und Altstadt an die Herzöge von Sachsen, die sie dann weiter an die Markgrafen von Brandenburg veräußern. Im Jahre 1282 bestätigen aber die Herren von Werle, die in den Besitz der beiden Städte gekommen sind, die Vereinigung von Alt- und Neustadt. Doch noch bis in die jüngste Vergangenheit ist es im Bewußtsein von manchem Parchimer, ob er "up der Oldstadt" oder "up de Niestadt" wohnt.    Pribislaw II.
  Neustädter Feld: Die Bezeichnung des westlichen Gebietes der Parchimer Feldmark, das zwischen der Elde und dem Sonnenberg liegt; die andere Begrenzung erfolgt im wesentlichen durch die Landwehr. In diesem Bereich befinden sich auch noch das Klokower Feld (die Feldmark des untergegangenen Dorfes Klokow) und das Wendfeld. Diese beiden Felder haben aber nur einen geringen Umfang.
 



Titel der Parchimschen Zeitung
und der Norddeutschen Post.

Norddeutsche Post: Die seit 1818 erscheinende Parchimsche Zeitung (später Parchimer Zeitung) erhält 1867, im Zusammenhang mit der Gründung des Norddeutschen Bundes, die Bezeichnung Nord-deutsche Post. Die Norddeutsche Post wird 1934 mit der anderen hiesigen Zeitung zur Parchimer Zeitung vereinigt; sie besteht so bis 1945.
Parchimer Zeitung 





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