Jahnsportplatz: In der Zeitung wird berichtet, daß am 21. Juni 1926 der MTV von 1862 (Männerturnverein) seinen neuen Turnplatz eingeweiht hat und daß der Zweite Vorsitzende, Herr Lehrer Kracht, eine Ansprache hielt. Auf dieser damals im wesentlichen ungenutzten Fläche zwischen der Putlitzer Straße und der Buchholzallee, der Lehmkuhle, ist eine stattliche Sportanlage entstanden, die bis in die Gegenwart weiter ausgebaut wird.    Lehmkuhle
  Jahreszahl am Turm der St. Georgenkirche: An der Westseite des Turmes der St.Georgen-kirche befindet sich unter dem Zifferblatt der Uhr die aus Rundeisen geformte Jahreszahl 1754. Die einzelnen Ziffern dieser Jahreszahl sind etwa 100 cm groß; sie sind mit Klammern im Mauerwerk befestigt. (Mit einem Fernglas ist die Jahreszahl gut zu sehen.) Es ist nicht bekannt, an welches Ereignis erinnert werden soll; dieses Jahr ist mit keinem bedeutenden Ereignis der Stadt- oder Landesgeschichte verbunden. Vielleicht soll an das 200. Todesjahr von Johann Riebling, dem ersten mecklenburgischen Superintendenten, erinnert werden.
  Johannes-Dieckmann-Straße: Benennung einer Straße in dem seit 1967 entstandenem Wohn-gebiet Weststadt Parchim; nach dem ersten Präsidenten der Volkskammer der DDR.
 

Jubiläum 1000 Jahre Mecklenburg: Der deutsche König- und spätere Kaiser - Otto III. läßt, während er sich auf einem Kriegszug im Slawenland befindet, am 10. September 995 eine Urkunde ausstellen, in der er seinem Kämmerer Tiezo ein Dorf im magdeburgischen Gebiet schenkt. Diese in Latein geschriebene Urkunde ist für uns, bis auf die letzten beiden Wörter, bedeutungslos; diese beiden Wörter sind "Actum Michelenburg" ( deutsch: Geschehen in Mecklenburg). Damit erscheint die slawische Burg Mecklenburg, die Hauptburg der Obotriten, die später dem ganzen Land den Namen gibt, zum ersten Mal in der schriftlichen Überlieferung.

 

Aus dem Jubiläumsfestzug 1976

Jubiläumsfeiern 700 und 750 Jahre Parchim: Die bedeutende Urkunde mit der ältesten überlieferten Privilegienbestätigung der Stadt, die zwischen September 1225 und Juni 1226 ausgefertigt wird, gibt den Anlaß, daß 1926 und 1976 Jubiläumsfeiern durchgeführt werden. Der Höhepunkt der Feiern ist in beiden Fällen ein glanzvoller Festzug. Bei der Privilegienbestätigung, von denen mehrere aus den folgenden Jahrzehnten überliefert werden, handelt es sich nicht um ein Dokument über die Stadtgründung.

  Älteste Parchimer Privilegienbestätigung  Burg Parchim    Kaiser Friedrich I., Barbarossa
  Jugendherberge: In dem früheren städtischen Müllerhaus auf dem Fischerdamm werden 1929 Klassenräume geschaffen. Im Nebengebäude wird in diesem Zusammenhang eine Jugendherberge eingerichtet. (Auf diesem Grundstück befinden sich dann über Jahrzehnte bis in die jüngste Gegen-wart eine Schulspeisungsküche und ein Speiseraum.) Die Jugendherberge wird später nach Slate verlegt. Sie besteht nun eine Zeitlang in dem Gebäude des früheren Amtskinderheimes und späteren Feierabendheimes in der Waldstraße.
 

Jüdischer Friedhof am Wockersee: Der Chronist W.L. Icke berichtet :" Im Jahr 1846 hat auch die hiesige Juden-Gemeinde ein lobenswerthes Werk dadurch gestiftet, daß sie ihren, vor dem Wokerthor am See auf einer kleinen Anhöhe hübsch belegenen, aber bis dahin stets offenen und unbeschützt gebliebenen Begräbnißplatz mit einer ziemlich hohen und überaus starken von Granit-Steinen ausgeführten Mauer rund herum hat befrieden lassen." Dieser Begräbnisplatz wird in den Jahren 1940/41 verwüstet. Mit Zustimmung der jüdischen Landesgemeinde Mecklenburg wird 1971 mit den noch vorhandenen Grabsteinen und Bruchstücken von Grabsteinen auf dem Neuen Friedhof eine würdige Gedenkstätte geschaffen.

Jugendstil:
Einige Häuser in der Stadt, die im ersten Jahrzehnt unseres Jahrhunderts errichtet werden, zeigen in den Fenstern oder Haustüren teilweise Schmuckelemente mit Formen des Jugend-stiles. Dieses gilt zum Beispiel für die Häuser August-Bebel-Straße Nr. 1 und 5. Auch das 1915 fertiggestellte Kaufhaus Linden- Ecke-Tempelstraße zeigt in der Fassade Schmuckelemente, die an den Jugenstil anklingen.

Juri-Gagarin-Ring: Die Straße in dem seit 1967 errichteten Neubaugebiet Weststadt, die die Ludwigsluster Chaussee (B 191) mit der Ziegendorfer Chaussee verbindet, ist nach J.Gagarin (1934 -1968) benannt, dem ersten Menschen, der im Weltall die Erde umkreiste.



Fenster mit Jugendstilelementen     


 

  zurückzum Seitenanfangvorwärts