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Die Central-Halle - Ansichtskarte um 1900

Central-Halle:
Die Central-Halle wird 1863 als Gartenlokal mit Saal bei der Abzweigung. der heutigen Putlitzer Straße vom Moltkeplatz errichtet. Nach mehreren in den letzten Jahren durchgeführten grundlegenden Um-, Erweiterungs- und Ergänzungsbauten entsteht das jetzige Gebäude, das einem Neubau gleichkommt. Es hat heute den Namen Stadthalle. Von den 50er Jahren bis 1990 wird diese Einrichtung Kulturhaus Kurt Bürger genannt.
  Chausseen: Seit der Mitte des vorigen Jahrhunderts wird Parchim in das Netz der Chausseen einbezogen. Es erfolgt der Bau von Chausseen nach Neustadt/Ludwigslust (1845/46), Lübz (1846/47), Crivitz/Schwerin (1858/59),Putlitz (1866/67), Sternberg (1868/71), Gr.Pankow (1903/05) und Ziegendorf (1905/07). Heute verlaufen teilweise Bundesstraßen auf diesen Routen. Die Chausseen haben damals eine Schotterdecke, und daneben verläuft ein unbefestigter Sommer-weg. Dieser Erdweg wird bei Trockenheit gerne benutzt, weil hier die Hufe der Pferde geschont werden. Für die Benutzung dieser Straßen muß bis 1888 Chausseegeld entrichtet werden. Diese Benutzungsgebühr ist unterschiedlich hoch; sie richtet sich zum Beispiel bei Frachtfuhren nach der Anzahl der Zugpferde. Wirtschaft- und Baufuhren innerhalb der Gemeinden sind frei, und außerdem besteht noch für diese Fuhren eine "freie Strecke" von 2 Kilometern. Die Chaussee-geldeinnehmer wohnen in besonders für sie errichteten Häusern, die immer dicht an der Fahrbahn stehen, damit die Einnehmer ihre Aufgabe leicht ausführen können. Teilweise stehen diese Chausseehäuser heute noch, das ist u.a. an der früheren Putlitzer Chaussee - heute B 321 - in der Nähe des damaligen Brunnens an der Elde der Fall.     Bundesstraßen       Landstraßen
  Clara-Zetkin-Straße: Die zweite Straße, die von der Buchholzallee - vom Moltkeplatz aus gesehen - nach rechts abzweigt, wird nach 1945 Clara-Zetkin-Straße benannt. Vorher heißt diese seit 1913 bebaute Straße Blücherstraße.
  Cleemann: Friedrich Joh. Christoph Cleemann, privatisierender Pastor, (1771 - 1825) hat u.a. die "Chronik und Urkunden der Mecklenburg- Schwerinschen Vorderstadt Parchim" herausgegeben. Dieses für die Geschichte Parchims bedeutende Werk bringt eine große Anzahl von wichtigen Urkunden, Sachverhalten und Begebenheiten, die Parchim betreffen. Seit 1934 heißt die - vom Südring aus gesehen - zweite Abzweigung von der Brunnenstraße Cleemannstraße.
  Cordesius: Michael Cordesius (latinisiert für Cordes), Prediger an der Hauptkirche St.Georg, (1634 - 1676) hat 1670 eine "Historische Beschreibung der Stadt Parchim im Hertzogthum Mecklenburg" herausgegeben. Es ist eine der frühesten Chroniken, die es von einer mecklen-burgischen Stadt gibt. Dieses Werk ist anläßlich der 825jährigen Ersterwähnung Parchims als Reprint neu erschienen. Eine vom westlichen Moltkeplatz abzweigende Straße heißt seit 1995 Cordesiustraße.
  Cords: Werner Cords, Regierungsbaumeister, (1886 - 1954) ist zu seiner Zeit ein bedeutender Vertreter des landwirtschaftlichen Bauwesens. In seiner Heimatstadt Parchim stehen aber auch eine Anzahl von Wohn- und anderen Gebäuden, die er entworfen hat. Die Anlage des Neuen Fried-hofes, auf dem er begraben ist, ist ebenfalls nach seiner Planung entstanden.
Ehrenhain auf dem Eichberg      Neuer Friedhof
  Crucen: Crucen ist ein untergegangenes Dorf, das seinerzeit auf dem linken Eldeufer zwischen Siggelkow und Slate liegt. Der Krützenberg in den Siggelkower Tannen erinnert mit seinem Namen noch heute an diese Ansiedlung. Bestimmte Pflanzen, die in dieser Gegend vorkommen, weisen hier auch auf eine menschliche Tätigkeit hin. In der Nähe ist wohl auch die Furt zu suchen, wo die aus dem Süden kommende alte Landstraße damals die Elde überquert und dann nach Parchim führt. Man kann von der Annahme ausgehen, daß das frühere Kreuztor - in alten Urkunden crucedor geschrieben - seine Bezeichnung von diesem Dorf erhalten hat, denn es ist die erste Siedlung, die man erreicht, wenn man die Stadt nach Süden verläßt.
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