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  Amt Neustadt: Aus dem mittelalterlichen Land Brenz entsteht das Domanialamt Neustadt, zu dem etwa 40 Dörfer verschiedener Größe gehören. Im April 1921 findet zum ersten Mal eine Wahl der Amtsvertreter statt, um den "Selbstverwaltungskörper Amt Neustadt" zu bilden. Derartige Wahlen finden im ganzen Lande Mecklenburg-Schwerin statt. Zu den ersten Aufgaben gehört es, den Sitz des Amtes zu bestimmen und den Amtshauptmann zu wählen. Nach zweimaliger Abstimmung wird Parchim zum Sitz des Amtes Neustadt bestimmt.     Amt Parchim
  Amt Parchim: Im Zuge einer Neuordnung der unteren Verwaltungsbehörden wird die Anzahl der Ämter im Lande verringert. In diesem Zusammenhang wird 1925/26 das Amt Parchim gebildet, zu dem nun auch die Städte Lübz. Plau und Goldberg - aber nicht Neustadt - gehören. Schon 1921 beschließt die Vertreterversammlung des Amtes Neustadt, das Haus in der Flörkestraße Nr.44 anzukaufen. Das Amtsgebäude II, das seitlich versetzt auf diesem Grundstück errichtet wird, wird im Oktober 1929 bezogen.         Kreise - Einteilung nach Verwaltungsgebieten
 

Gebäude des Amtsgerichtes
- Ansichtskarte um 1906
Amtsgericht: Das Gebäude des Amtsgerichtes wird 1878/79 errichtet. Die Außenwände besitzen zur Straßenseite hin verschiedene Schmuckelemente aus Terrakotta. Eine Auflockerung der Fassade erfolgt durch die hellen Flächen zwischen den Fenstern.; sie bilden einen angenehm wirkenden Gegensatz zu dem Rot der Ziegel des Sockels, der Fensterumrahmungen sowie der senkrechten und waagerechten Mauer-streifen; hierzu gehört auch der Fries mit dem aus Kreisen geformten Dekor. Der Anbau kommt 1929/30 hinzu; er zeigt eine Außenseite aus blaugrauen
 

Ziegeln. Im Zusammenhang mit der Einrichtung von Amtsgerichten in Mecklenburg erfolgt hier auch die überfällige Trennung von Verwaltung und Rechtsprechung.

 

Am Wallhotel: Name der Straße, die vom Moltkeplatz aus am Giebel des 1863 errichteten Wall-Hotels vorbei und an der Stadtmauer entlang bis zur Straßengabelung verläuft. Dieser Straßenname erscheint schon im Wohnungsanzeiger von 1873.      Wall-Hotel

  An der Rennbahn: Seit 1988 die Bezeichnung einer Straße, die von der Bahnschranke aus gesehen, nach rechts vom Dammer Weg abzweigt. Sie liegt in der unmittelbaren Nähe der Sandrennbahn.     Rennbahn
  Anschlagsäulen: Litfaßsäulen
 

Alte Parchimer Ansichtskarte,
abgestempelt 1891

Ansichtskarten: Seit 1870 sind Postkarten in Deutschland zugelassen. Diese Karten werden in der folgenden Zeit auch gelegentlich mit Bildern bedruckt, dieses sind dann oft Darstellungen von Städten, Straßen oder Gebäuden. Noch bevor zwei Jahrzehnte vergehen, haben die mit Bildern bedruckten Post-karten, die Ansichtskarten, eine große Verbreitung gefunden. Schon 1888 werden auch von einem hiesigen Buchbinder "Postkarten mit photographischen Ansichten von Parchim" angeboten. Die bisher älteste Parchimer Ansichtskarte, die heute noch vorliegt, ist

  1891 abgestempelt; sie wird vermutlich aber schon 1888 angefertigt.
  Apfelbaumweg: Seit 1986 die Benennung der dritten Straße, die vom Dammer Weg - aus der Sicht von der Bahnschranke - nach links abzweigt.
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