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  Alte Goldberger Landstraße: Diese Landstraße verläuft nach einer Landkarte von 1788 vom Wockertor aus am Ostufer des Wockersees entlang, über den Eichberg, durch die Landwehr, an Strahlendorf vorbei in die nordöstliche Richtung. Bei Landstraßen sind damals nicht selten streckenweise noch annähernd in gleicher Richtung verlaufende Nebenwege vorhanden. Denn dadurch, daß die beiden Radspuren auf den unbefestigten Fahrwegen oft immer tiefer werden, besteht die Gefahr, daß die Wagenachsen aufsetzen. Deswegen versuchen die Kutscher die ausgefahrenen Strecken vielfach zu umgehen, indem sie sich einen anderen Weg suchen.
Landstraßen
  Alte Kirche: Der Parchimer Chronist Fr. Joh.Chr. Cleemann schreibt 1825: "Die Bartholomäi=Capelle auf dem Sassenhagen, jetzt die alte Kirche genannt und noch bisher als Armenhaus gebraucht, ward 1349, zur Zeit des schwarzen Todes ...gestiftet." Dieses mittelalterliche Bauwerk dient im Laufe der Jahrhunderte verschiedenen Zwecken, z.B. auch als Kornspeicher, und es hat dabei bauliche Veränderungen erfahren; aber trotzdem ist dieses Gebäude ein eindrucksvoller Zeuge aus der Frühzeit Parchims.



Die St. Bartholomäuskapelle         
    

  Alte Mauerstraße: Dieser Straßenzug entsteht ab der Mitte der 50er Jahre des vorigen Jahrhunderts mit ursprünglich nur einstöckigen Häusern, deren Rückwand die Stadtmauer bildet. Noch 1869 bestimmen Bürgermeister und Rat: "Alle Fenster und Öffnungen in der Stadtmauer oder in der Hinterwand der Häuser nach der Seite der Anlagen sind binnen 3 Wochen mit starken wohl befestigten Gitterstangen in der Art zu versehen, daß kein Zwischenraum von über 6 Zoll verbleibt."
  Alte Spornitzer Landstraße: Diese Landstraße verläuft seinerzeit vom Neuen Tor aus auf dem größten Teil ihrer Wegführung etwa 500 Meter südlich der B 191.   Landstraßen
 

Eingang zum Alten Friedhof
Alter Friedhof: "Am 22. 11. 1808 ist hier der für beide Gemeinden außerhalb des Kreuz-Thors ange-legte und mit einer Mauer befriedigte neue Friedhof... feierlichst eingeweiht worden" berichtet ein zeitge-nössiger Chronist. Bis dahin werden die Verstorbenen auf den Kirchhöfen, die die beiden Kirchen umgeben, bestattet. (Bedeutende Persönlichkeiten werden auch in dem - jetzt zugeschütteten - Grabgewölbe der St. Georgenkirche beigesetzt.) Die Begräbnisstätten bei den Kirchen sind schon seit der Wende zum vorigen Jahrhundert so überbelegt, daß die Schaffung eines
  Friedhofes außerhalb des Stadtgebietes dringend erforderlich wird. Die neue Friedhofsanlage hat ursprünglich eine achteckige Fläche, die von einer roten Ziegelmauer umgeben ist. Dem Eingangs-portal gegenüber steht die Grabkapelle des Bürgermeisters I. J. Loescher, der sich sehr für die Schaffung eines Friedhofes außerhalb der Stadt eingesetzt hat. Nach 45 Jahren und dann wieder nach 31 Jahren muß der Friedhof erweitert werden, und dabei geht die achteckige Form der Anlage verloren. Für die Erweiterungen wird die Ziegelmauer teilweise abgebrochen, und als Umfriedung wird nun eine Hecke gepflanzt. Eine nochmalige Erweiterung ist wegen den ungünstigen Gelände-verhältnissen nicht mehr möglich. Daher wird Anfang der 20er Jahre unseres Jahrhunderts auf dem Eichberg am Wockersee ein weiterer Friedhof angelegt. Der Friedhof vor dem Kreuztor wird nun im Volksmund als der Alte Friedhof bezeichnet; hier werden noch bis in die 70er Jahre unseres Jahrhunderts Bestattungen vorgenommen. Grabanlagen von Persönlichkeiten, die für Parchim Bedeutung haben, bleiben erhalten. Heute bietet ein Gang von den Wallanlagen aus durch das eiserne Gittertor und dann durch die Platanenallee in die jetzige Parkanlage eine erholsame Muße.
Grabkapellen
 

Ansichtskarte - um 1900
Alter Markt: Der Alte Markt ist der auf dem rechten Eldeufer gelegene Markt der Altstadt Parchim. Er wird schon 1282 in der Urkunde über die Vereinigung mit der auf dem linken Eldeufer gelegenen Neustadt erwähnt. Hier heißt es in dem in Latein abgefaßten Schriftstück, daß die Ratsmänner in der Bude "in foro antique civitatis" (auf dem Markt der Altstadt) zu-sammenkommen sollen. Der Markt ist ein bedeu-tender Platz in der Stadt. Hier finden teilweise bis in die Gegenwart wichtige Zusammenkünfte und Ver-
  sammlungen der Parchimer statt. Auf dem Markt bieten auch von alters her Handwerker und Höker (Kleinhändler) ihre Erzeugnissen und Waren an. Mit langjährigen Unterbrechungen besteht diese Handelstätigkeit hier bis in die jüngste Vergangenheit. 
Front des Straßenzuges auf dem Alten Markt
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