der Breite Stein im Sonnenberg
(aufgenommen im Jahr 2000)




 

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Plattdeutsche Fassung
 

Der Breite Stein im Sonnenberg    (aus dem Niederdeutschen übersetzt)

Das ist eine versteinerte Brautkutsche. Das sind Leute aus Kiekindemark gewesen. Die waren in Slate beim Pastor. Das hat wohl zu lange gedauert, und außerdem war es noch Freitag. Da sind sie erst um Mitternacht durch das Holz gefahren. Sie sind vom Weg abgekommen, und mit einem Male war der Teufel da und hat sie sich geholt. Die Kutsche ist zu Stein geworden, die Pferde und die Hunde aber auch. Der Große oder Breite Stein, das ist die Kutsche, die beiden anderen sind die Pferde. Die Hunde sind nicht mehr da. Die haben sie beim Bau der Ziegendorfer Chaussee verbraucht.
Nach anderen Erzählungen soll die Kutsche zu Johanni, zwischen zwölf und ein Uhr, zu sehen sein. Sie fährt dann immer um den Stein herum, weil sie verwünscht ist. Sie kann nicht von der Stelle weg. Braut und Bräutigam sind dann genau zu sehen. Manche sagen aber, dass Kutsche und Paar nur von Sonntagskindern gesehen werden können. Punkt ein Uhr verschwindet der Spuk.
  

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