Riebling, Johannes, Reformator
geboren 1494 Hamburg, gestorben 25. 11. 1554 Parchim;
studierte in Wittenberg bei Luther und Melanchthon; 1529 Prediger in Braunschweig; 1537 holte Herzog Heinrich ihn kurz nach Schwerin, 1540 dann für immer, und setzte ihn in Parchim als ersten mecklenburgischen Superintendenten ein, kümmerte sich um die Hebung des Schulwesens und die Aufbesserung der Lehrergehälter; wurde ein Wegbereiter des Landtages von 1549 an der Sagsdorfer Brücke, wo man sich für die Reformation entschied; ließ 1552 eine neue Kirchenordnung drucken; 1557 erschien sie auch in 
niederdeutsch, 1602 in überarbeiteter Form als Revidierte Kirchenordnung; diese hatte bis ins 19. Jahrhundert hinein ihre Geltung, führte 1552 - 1554 eine Kirchenvisitation durch.
G. Grewolls, Wer war wer in Mecklenburg-Vorpommern, Bremen 1995
Bis zu seinem Tode war hier sein Wohnsitz Parchim.  Am 18. 03. 1933 wurde in Parchim eine Straße nach ihm benannt, die auch heute noch an ihn erinnern soll.
<= zurück

weiter =>