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Reuter, Fritz, niederdt. Schriftsteller , 
geboren Stavenhagen 07. 11. 1810,
gestorben Eisenach 12. 07. 1874;
studierte Jura in Rostock und Jena, wurde 1833 als aktiver Burschenschafter in Berlin verhaftet, nach drei Jahren Untersuchungshaft wegen angebl. Majestätsbeleidigung und Hochverrats zum Tode verurteilt, zu 30 Jahren Festungshaft begnadigt und 1840 amnestiert. Nach Scheitern des Studiums wurde er 1842 Landwirtschaftseleve (niederdeutsch "Strom"), 1850 Privatlehrer in Treptow. Hier entstanden, angeregt durch K. GROTHS "Quickborn", seine schwankartigen Gedichte "Läuschen un Rimels" (1853).
Sie in erster Linie bestimmen R.s. Rang als Autor eines krit. Realismus, der volkstüml. Züge mit sozialkrit. Momenten verbindet und dessen Werke weit über den niederdt. Raum hinaus wirkten.

Brockhaus, Mannheim 1992 
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